Mit dem Pilotprojekt «Buch und Literatur Ost+» fördern die Ostschweizer Kantone und das Fürstentum Liechtenstein das Buch und die Stärkung des Netzwerkes Literatur durch disziplinübergreifende Forschung und Kollaboration.

Beim Lesen beginnen: Was passiert, wenn sich eine Schriftstellerin, ein Übersetzer, eine Verlegerin oder ein Illustrator mit bekannten oder unbekannten Kolleginnen, Fachleuten, Forschern und Künstlerinnen zusammentut, um gemeinsam einen bereits existierenden Text als Ausgangspunkt für eine eigene gemeinsame Arbeit zu nehmen? Welche Netze spinnen sich? Und welche Formen finden sich für die gemeinsamen Fragen und Erkenntnisse?

 

Mit dem Pilotprojekt «Buch und Literatur Ost+» fördern die Ostschweizer Kantone und das Fürstentum Liechtenstein das Buch und die Stärkung des Netzwerkes Literatur durch disziplinübergreifende Forschung und Kollaboration.

Beim Lesen beginnen: Was passiert, wenn sich eine Schriftstellerin, ein Übersetzer, eine Verlegerin oder ein Illustrator mit bekannten oder unbekannten Kolleginnen, Fachleuten, Forschern und Künstlerinnen zusammentut, um gemeinsam einen bereits existierenden Text als Ausgangspunkt für eine eigene gemeinsame Arbeit zu nehmen? Welche Netze spinnen sich? Und welche Formen finden sich für die gemeinsamen Fragen und Erkenntnisse?

 

Bücher werden nicht im stillen Kämmerlein gemacht: Auch wenn an ihrem Anfang oft die solitäre Arbeit am Text steht, liegen ihrer Entstehung verschiedenste Formen des gemeinsamen Forschens und Schaffens zugrunde. Die Arbeit am Buch speist sich aus Lektüren und Gesprächen, sie kann scheitern, auf Umwegen verlaufen und immer wieder überraschende Wendungen nehmen.

Im Jahr 2017 lancierte die Kulturbeauftragten-Konferenz der Ostschweizer Kantone und des Fürstentum Liechtensteins (KBK Ost) – ergänzend zu den bestehenden Förderinstrumenten der einzelnen Kantone – ein vierjähriges Pilot-Förderprogramm, das ebendiese Aspekte der Arbeit am Buch in den Vordergrund stellt.

Basierend auf einem Konzept der Schriftstellerin Dorothee Elmiger und des Kulturvermittlers Johannes Stieger wurden in der vier Jahre dauernden Pilotphase (2017-2020) Projekte gefördert, die ausgehend von einem bestehenden Werk die disziplinübergreifende Zusammenarbeit und konstruktive Auseinandersetzung suchen:  zwischen Autorinnen und Autoren, Übersetzenden, Verlagen, Bibliotheken, Literaturhäusern und –veranstaltenden, Vermittelnden und dem Publikum.  Interessante Texte bzw. Bücher finden so (wieder) ihren Weg zu den Leserinnen und Lesern. Das Pilot-Förderprogramm für die Literatur und das Buch ist als offener Prozess angelegt, der die Zusammenarbeit der verschiedenen Akteurinnen und Akteure im Buchwesen und der Literaturlandschaft in der Ostschweiz und Liechtenstein unterstützen will.

Zwischenzeitlich wurde das Förderprojekt für weitere vier Jahre (2021-2024) verlängert und verfügt aktuell über einen Rahmenkredit von CHF 460 000.00. Damit können bis zu acht Projekte mit Bezug zur Ostschweiz und dem Fürstentum Liechtenstein gefördert werden. Für die Auswahl der Projekte wurde eine siebenköpfige interkantonale Projektgruppe eingesetzt. Diese setzt sich zusammen aus zwei kantonalen Vertretenden und fünf Akteurinnen und Akteure aus dem Literatur-/Buchnetzwerk. Die Geschäftsführung wird jeweils von einem der beteiligten Kantone übernommen, momentan liegt sie bei der Kulturstiftung Liechtenstein.

 

Die Mitglieder der Steuergruppe:

Anna Hilti, Bildende Künstlerin, Liechtenstein
Annette Hug, Schriftstellerin, Zürich
Jens Lampater, Leiter Stadttheater Schaffhauen
Fritz Rigendinger, Leiter Fachstelle Kulturförderung Kanton Glarus
Johannes Stieger, Kulturvermittler/Gestalter, St.Gallen
Elisabeth Stöckler, Geschäftsleiterin Kulturstiftung Liechtenstein

 

Geschäftsführung:

Brigitte Weber, Kulturstiftung Liechtenstein

Bücher werden nicht im stillen Kämmerlein gemacht: Auch wenn an ihrem Anfang oft die solitäre Arbeit am Text steht, liegen ihrer Entstehung verschiedenste Formen des gemeinsamen Forschens und Schaffens zugrunde. Die Arbeit am Buch speist sich aus Lektüren und Gesprächen, sie kann scheitern, auf Umwegen verlaufen und immer wieder überraschende Wendungen nehmen.

Im Jahr 2017 lancierte die Kulturbeauftragten-Konferenz der Ostschweizer Kantone und des Fürstentum Liechtensteins (KBK Ost) – ergänzend zu den bestehenden Förderinstrumenten der einzelnen Kantone – ein vierjähriges Pilot-Förderprogramm, das ebendiese Aspekte der Arbeit am Buch in den Vordergrund stellt.

Basierend auf einem Konzept der Schriftstellerin Dorothee Elmiger und des Kulturvermittlers Johannes Stieger wurden in der vier Jahre dauernden Pilotphase (2017-2020) Projekte gefördert, die ausgehend von einem bestehenden Werk die disziplinübergreifende Zusammenarbeit und konstruktive Auseinandersetzung suchen:  zwischen Autorinnen und Autoren, Übersetzenden, Verlagen, Bibliotheken, Literaturhäusern und –veranstaltenden, Vermittelnden und dem Publikum.  Interessante Texte bzw. Bücher finden so (wieder) ihren Weg zu den Leserinnen und Lesern. Das Pilot-Förderprogramm für die Literatur und das Buch ist als offener Prozess angelegt, der die Zusammenarbeit der verschiedenen Akteurinnen und Akteure im Buchwesen und der Literaturlandschaft in der Ostschweiz und Liechtenstein unterstützen will.

Zwischenzeitlich wurde das Förderprojekt für weitere vier Jahre (2021-2024) verlängert und verfügt aktuell über einen Rahmenkredit von CHF 460 000.00. Damit können bis zu acht Projekte mit Bezug zur Ostschweiz und dem Fürstentum Liechtenstein gefördert werden. Für die Auswahl der Projekte wurde eine siebenköpfige interkantonale Projektgruppe eingesetzt. Diese setzt sich zusammen aus zwei kantonalen Vertretenden und fünf Akteurinnen und Akteure aus dem Literatur-/Buchnetzwerk. Die Geschäftsführung wird jeweils von einem der beteiligten Kantone übernommen, momentan liegt sie bei der Kulturstiftung Liechtenstein.

 

Die Mitglieder der Steuergruppe:

Anna Hilti, Bildende Künstlerin, Liechtenstein
Annette Hug, Schriftstellerin, Zürich
Jens Lampater, Leiter Stadttheater Schaffhauen
Fritz Rigendinger, Leiter Fachstelle Kulturförderung Kanton Glarus
Johannes Stieger, Kulturvermittler/Gestalter, St.Gallen
Elisabeth Stöckler, Geschäftsleiterin Kulturstiftung Liechtenstein

 

Geschäftsführung:

Brigitte Weber, Kulturstiftung Liechtenstein

Initianten und Trägerschaft:

Die Kulturbeauftragten der Ostschweizer Kantone Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, Glarus, Graubünden, Schaffhausen, St.Gallen, Thurgau, Zürich sowie des Fürstentum Liechtensteins.

 

Geschäftsführung:

  • Brigitte Weber
    Kulturstiftung Liechtenstein
    Gamanderhof
    Plankner Strasse 39
    9494 Schaan / FL
    Telefon: +423 236 6075
    E-Mail: info@buchundliteraturostplus.ch

Datenschutz:

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Initianten und Trägerschaft:

Die Kulturbeauftragten der Ostschweizer Kantone Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, Glarus, Graubünden, Schaffhausen, St.Gallen, Thurgau, Zürich sowie des Fürstentum Liechtensteins.

 

Geschäftsführung:

  • Brigitte Weber
    Kulturstiftung Liechtenstein
    Gamanderhof
    Plankner Strasse 39
    9494 Schaan / FL
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Förderprogramm der Ostschweizer Kantone
und des Fürstentums Liechtenstein

 

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und des Fürstentums Liechtenstein

 

Aus dem Buch "Die Wesentliche Eigenart aber liegt in der Blüte“
Aus dem Buch "Die Wesentliche Eigenart aber liegt in der Blüte“
Workshop „Interview mit einer Orchidee“ im Kunstmuseum Liechtenstein (13.September und 25. Oktober 2020)
Workshop „Interview mit einer Orchidee“ im Kunstmuseum Liechtenstein (13.September und 25. Oktober 2020)

Projekttitel
«Die wesentliche Eigenart aber liegt in der Blüte»

Projektgruppe/Netzwerk
– Anna Hilti (Zürich, Vaduz), Illustratorin, Künstlerin, Vermittlerin und Projekt-Initiatorin
– Krispin Hée (Zürich, Berlin), Grafikerin, Projektschwerpunkt: Publikation
– Laura Locher (Zürich), Kostümdesignerin, Projektschwerpunkt: Szenische Umsetzung
– Georg Tscholl (Grabs), Medienwissenschaftler und Lehrer, Projektschwerpunkt: Textarbeit
– Kunstverein Schichtwechsel (Liechtenstein), Projektschwerpunkt: Ausstellung und Vermittlung
– Mentorat: Alex Hanimann (St.Gallen)

zugrunde liegender Text
«Die Orchideen Liechtensteins», Dr. Wilhelm Ganss, 1954

besonderer Bezug zur Ostschweiz/Fürstentum Lichtenstein
Die Projektgruppe befasst sich mit der Spinnen-Ragwurz: Diese Orchideenart ist in den sechziger Jahren für immer aus dem Fürstentum Liechtenstein verschwunden.

Ergebnisse der Arbeit
– Ausstellung: «Sag mir, wo die Blumen sind», Kunstverein Schichtwechsel, Landweibels Huus, Schaan (FL)
– Abend mit Performances, Lesungen und Gesprächen zu einer ausgestorbenen Orchidee, Kunstverein Schichtwechsel, Landweibels Huus, Schaan (FL)
– Ausstellung: «Parlament der Pflanzen», Kunstmuseum Liechtenstein (FL)
– Öffentliche Workshops im Kunstmuseum Liechtenstein und Kunstverein Schichtwechsel sowie Workshops mit Schulklassen an der Kunstschule Liechtenstein
– Buchpräsentationen im Literaturhaus Lichtenstein, Schaan (FL) und im Material, Zürich
– Publikation: «Die wesentliche Eigenart aber liegt in der Blüte», Spector Books, 2020

Form(en) der öffentlichen Präsentation
– siehe vorherigen Punkt

(Kurz)Beschrieb
Ausgangspunkt für das Projekt ist der 1954 erschienene Aufsatz «Die Orchideen Liechtensteins» des Pädagogen und autodidaktischen Botanikers Dr. Wilhelm Ganss. Der Text weckt bei Anna Hilti und ihrem Team das Interesse, sich intensiv der Spinnen-Ragwurz (Ophrys sphegodes) zu widmen, einer bis in die sechziger Jahre in ihrer Heimat anzutreffenden Orchideenart, die seither spurlos verschwunden ist.

Um die Thematik von verschiedenen Seiten und in Form von Bild und Text zu beleuchten und auch in einen gesellschaftlichen Kontext zu stellen, zieht Anna Hilti drei Personen bei: die Grafikerin und Buchgestalterin Krispin Hée, die Kostümbildnerin Laura Locher und den Medienwissenschaftler und Lehrer Georg Tscholl. Ebenso arbeitet die Projektleiterin eng mit dem Kunstverein Schichtwechsel zusammen. Das Mentorat übernimmt der Künstler und Dozent Alex Hanimann.

Aus dem Projekt ergeben sich drei Schwerpunkte: Ein Buch (Textbeiträge, Interviewbeiträge, ein Glossar, mind. zwei Bildbeiträge), ein Vermittlungsprogramm (Workshops für verschiedene Altersgruppen) und eine Ausstellung (Zeichnungen, Textilarbeit). Erste Resultate des Projektes werden im Mai 2019 an einer Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Kunstverein Schichtwechsel gezeigt. Im Verlauf des Projekts folgen Workshops, eine weitere Ausstellung sowie die Präsentation der Publikation.

Projekttitel
«trobadora.montage»

Projektgruppe/Netzwerk
– Annette Hug, Autorin
– Ivona Brđanović, Autorin
– Johanna Lier, Autorin
– Gianna Molinari, Autorin
– Natascha Wey, Gewerkschaftssekretärin und Germanistin
– Nina Fargahi, Journalistin
– Mentorat: Monika Gysel, Dramaturgin
– Barbara Pulli, Szenographin

zugrunde liegender Text
«Leben und Abenteuer der Trobadora Beatriz in Zeugnissen ihrer Spielfrau Laura», Irmtraud Morgner, 1974

Ergebnisse der Arbeit
– Symposium, Alpenhof, Oberegg/St. Anton, August 2018
– Publikation: «trobadora.montage. Texte zu Irmtraud Morgner» (Reihe essais agités, 2019)
– Vernissage, Photobastei Zürich, April 2019
– Weitere Veranstaltungen im Literaturhaus Gottlieben, an den Solothurner Literaturtagen, im Kaufleuten Zürich, im Schlössletheater Vaduz und im Palace St. Gallen

Form(en) der öffentlichen Präsentation
– siehe vorherigen Punkt

(Kurz)Beschrieb
Trobadora Beatriz ist eine fantastische Gestalt, von Irmtraud Morgner erfunden. Die Minnesängerin hatte auf das Ende des Patriarchats gehofft, jetzt jagt sie durch die DDR. Der Roman «Leben und Abenteuer der Trobadora Beatriz in Zeugnissen ihrer Spielfrau Laura» (1974) ist ein Bergwerk an Genres, hier sprüht es vor Witz und Wut, aber auch von Poesie und Neugier.

Die Zürcher Autorin Annette Hug hat die Autorinnen, Journalistinnen und politisch engagierten Literaturfachfrauen Ivona Brđanović, Nina Fargahi, Johanna Lier, Gianna Molinari und Natascha Wey eingeladen, das Buch bei einem Symposium im Alpenhof, Oberegg St. Anton vor dem Hintergrund der #metoo-Debatten zu diskutieren, neue Texte entstehen zu lassen und gemeinsam mit der Dramaturgin Monika Gysel über Auftrittsformen nachzudenken.

Die so entstandenen Text erscheinen im März 2019 in der Reihe essais agités unter dem Titel «trobadora.montage. Texte zu Irmtraud Morgner». Die Vernissage, die am 12. April 2019 in der Photobastei Zürich stattfindet, bildet zugleich den Auftakt einer Lesereise von Gottlieben über Solothurn bis nach Vaduz.

Copyright: Ute Schendel
Copyright: Ute Schendel
Ausstellungseröffnung in der Bibliothek Hauptpost

Projekttitel
«Geografie der Freiheit»

Projektgruppe/Netzwerk
– Josef Felix Müller, Künstler/Verleger
– Vera Ida Müller, Künsterlin/Verlegerin
– Monika Müller-Hutter, Organisationsentwicklung/Mentoring
– Rolf Bossart, Theologe/Autor/Lehrer
– Sarah Zürcher, Kunstwissenschaftlerin
– Eva Bachmann, Literaturwissenschaftlerin
– Kristina Lowis, Übersetzerin

zugrunde liegender Text
«Haftgenossen», John Berger, 2011

Ergebnisse der Arbeit
– Projektpräsentation, Vexer Verlag, Winter 2018
– Lesung mit Jeanne Devos, Bibliothek in der Hauptpost, Frühjahr 2019
– Ausstellung: «Geografie der Freiheit», Bibliothek in der Hauptpost, Frühjahr 2019
– Buchvernissage mit Musik und Lesungen, Bibliothek in der Hauptpost, Herbst 2019
– Publikation: «Geografie der Freiheit – John-Berger-Projekt», Vexer Verlag, 2019

Form(en) der öffentlichen Präsentation
– siehe vorherigen Punkt

(Kurz)Beschrieb
Der Verleger und Künstler Josef Felix Müller ist durch einen Hinweis der Kunstwissenschaftlerin Sara Zürcher auf den Text «Meanwhile» des britischen Schriftstellers, Malers und Kunstkritikers John Berger gestossen. Kurzerhand lässt er die englische Fassung von Christina Lowis ins Deutsche übersetzen und sein Projekt beginnt zu wuchern.

Der Text «Haftgenossen» verhandelt politische und gesellschaftliche Strukturen, die den Menschen kollektiv in Haft nehmen. Berger collagiert in einem Rundgang durch die Geschichte dieses Gefängnis – nicht als Metapher, sondern als realer Zustand unserer Lebensumstände.

Von Bergers Worten befeuert recherchiert Josef Felix Müller und diskutiert mit Expert*innen. Im Gespräch mit dem Theologen Rolf Bossart entwickelt er beispielsweise die namensgebende Klammer für das Projekt: «Geografie der Freiheit». Autor*innen und Künstler*innen erkunden für eine Publikation die Bedingungen und Spielräume von Freiheit: John Berger, Rolf Bossart, Karin Karinna Bühler, Bettina Dyttrich, Annina Frehner, Micha Friemel, Hans Jörg Geiger, Claudia Kübler, Alfred Matzig-Ruiz, Ben Moore, Josef Felix Müller, Vera Ida Müller, Andres Müry, Lika Nüssli, Anna Papst, Vanessa Rüegger, Ute Schendel, Katja Schenker, Mathias W. Schmid, Isuf Sherifi, Bae Suah, Andrea Vogel, Laura Vogt, Peter Wirz, Sarah Zürcher.

Aus dem Buch "Die Wesentliche Eigenart aber liegt in der Blüte“
Aus dem Buch "Die Wesentliche Eigenart aber liegt in der Blüte“
Workshop „Interview mit einer Orchidee“ im Kunstmuseum Liechtenstein (13.September und 25. Oktober 2020)
Workshop „Interview mit einer Orchidee“ im Kunstmuseum Liechtenstein (13.September und 25. Oktober 2020)

Projekttitel
«Die wesentliche Eigenart aber liegt in der Blüte»

Projektgruppe/Netzwerk
– Anna Hilti (Zürich, Vaduz), Illustratorin, Künstlerin, Vermittlerin und Projekt-Initiatorin
– Krispin Hée (Zürich, Berlin), Grafikerin, Projektschwerpunkt: Publikation
– Laura Locher (Zürich), Kostümdesignerin, Projektschwerpunkt: Szenische Umsetzung
– Georg Tscholl (Grabs), Medienwissenschaftler und Lehrer, Projektschwerpunkt: Textarbeit
– Kunstverein Schichtwechsel (Liechtenstein), Projektschwerpunkt: Ausstellung und Vermittlung
– Mentorat: Alex Hanimann (St.Gallen)

zugrunde liegender Text
«Die Orchideen Liechtensteins», Dr. Wilhelm Ganss, 1954

besonderer Bezug zur Ostschweiz/Fürstentum Lichtenstein
Die Projektgruppe befasst sich mit der Spinnen-Ragwurz: Diese Orchideenart ist in den sechziger Jahren für immer aus dem Fürstentum Liechtenstein verschwunden.

Ergebnisse der Arbeit
– Ausstellung: «Sag mir, wo die Blumen sind», Kunstverein Schichtwechsel, Landweibels Huus, Schaan (FL)
– Abend mit Performances, Lesungen und Gesprächen zu einer ausgestorbenen Orchidee, Kunstverein Schichtwechsel, Landweibels Huus, Schaan (FL)
– Ausstellung: «Parlament der Pflanzen», Kunstmuseum Liechtenstein (FL)
– Öffentliche Workshops im Kunstmuseum Liechtenstein und Kunstverein Schichtwechsel sowie Workshops mit Schulklassen an der Kunstschule Liechtenstein
– Buchpräsentationen im Literaturhaus Lichtenstein, Schaan (FL) und im Material, Zürich
– Publikation: «Die wesentliche Eigenart aber liegt in der Blüte», Spector Books, 2020

Form(en) der öffentlichen Präsentation
– siehe vorherigen Punkt

(Kurz)Beschrieb
Ausgangspunkt für das Projekt ist der 1954 erschienene Aufsatz «Die Orchideen Liechtensteins» des Pädagogen und autodidaktischen Botanikers Dr. Wilhelm Ganss. Der Text weckt bei Anna Hilti und ihrem Team das Interesse, sich intensiv der Spinnen-Ragwurz (Ophrys sphegodes) zu widmen, einer bis in die sechziger Jahre in ihrer Heimat anzutreffenden Orchideenart, die seither spurlos verschwunden ist.

Um die Thematik von verschiedenen Seiten und in Form von Bild und Text zu beleuchten und auch in einen gesellschaftlichen Kontext zu stellen, zieht Anna Hilti drei Personen bei: die Grafikerin und Buchgestalterin Krispin Hée, die Kostümbildnerin Laura Locher und den Medienwissenschaftler und Lehrer Georg Tscholl. Ebenso arbeitet die Projektleiterin eng mit dem Kunstverein Schichtwechsel zusammen. Das Mentorat übernimmt der Künstler und Dozent Alex Hanimann.

Aus dem Projekt ergeben sich drei Schwerpunkte: Ein Buch (Textbeiträge, Interviewbeiträge, ein Glossar, mind. zwei Bildbeiträge), ein Vermittlungsprogramm (Workshops für verschiedene Altersgruppen) und eine Ausstellung (Zeichnungen, Textilarbeit). Erste Resultate des Projektes werden im Mai 2019 an einer Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Kunstverein Schichtwechsel gezeigt. Im Verlauf des Projekts folgen Workshops, eine weitere Ausstellung sowie die Präsentation der Publikation.

Projekttitel
«trobadora.montage»

Projektgruppe/Netzwerk
– Annette Hug, Autorin
– Ivona Brđanović, Autorin
– Johanna Lier, Autorin
– Gianna Molinari, Autorin
– Natascha Wey, Gewerkschaftssekretärin und Germanistin
– Nina Fargahi, Journalistin
– Mentorat: Monika Gysel, Dramaturgin
– Barbara Pulli, Szenographin

zugrunde liegender Text
«Leben und Abenteuer der Trobadora Beatriz in Zeugnissen ihrer Spielfrau Laura», Irmtraud Morgner, 1974

Ergebnisse der Arbeit
– Symposium, Alpenhof, Oberegg/St. Anton, August 2018
– Publikation: «trobadora.montage. Texte zu Irmtraud Morgner» (Reihe essais agités, 2019)
– Vernissage, Photobastei Zürich, April 2019
– Weitere Veranstaltungen im Literaturhaus Gottlieben, an den Solothurner Literaturtagen, im Kaufleuten Zürich, im Schlössletheater Vaduz und im Palace St. Gallen

Form(en) der öffentlichen Präsentation
– siehe vorherigen Punkt

(Kurz)Beschrieb
Trobadora Beatriz ist eine fantastische Gestalt, von Irmtraud Morgner erfunden. Die Minnesängerin hatte auf das Ende des Patriarchats gehofft, jetzt jagt sie durch die DDR. Der Roman «Leben und Abenteuer der Trobadora Beatriz in Zeugnissen ihrer Spielfrau Laura» (1974) ist ein Bergwerk an Genres, hier sprüht es vor Witz und Wut, aber auch von Poesie und Neugier.

Die Zürcher Autorin Annette Hug hat die Autorinnen, Journalistinnen und politisch engagierten Literaturfachfrauen Ivona Brđanović, Nina Fargahi, Johanna Lier, Gianna Molinari und Natascha Wey eingeladen, das Buch bei einem Symposium im Alpenhof, Oberegg St. Anton vor dem Hintergrund der #metoo-Debatten zu diskutieren, neue Texte entstehen zu lassen und gemeinsam mit der Dramaturgin Monika Gysel über Auftrittsformen nachzudenken.

Die so entstandenen Text erscheinen im März 2019 in der Reihe essais agités unter dem Titel «trobadora.montage. Texte zu Irmtraud Morgner». Die Vernissage, die am 12. April 2019 in der Photobastei Zürich stattfindet, bildet zugleich den Auftakt einer Lesereise von Gottlieben über Solothurn bis nach Vaduz.

Copyright: Ute Schendel
Copyright: Ute Schendel
Ausstellungseröffnung in der Bibliothek Hauptpost

Projekttitel
«Geografie der Freiheit»

Projektgruppe/Netzwerk
– Josef Felix Müller, Künstler/Verleger
– Vera Ida Müller, Künsterlin/Verlegerin
– Monika Müller-Hutter, Organisationsentwicklung/Mentoring
– Rolf Bossart, Theologe/Autor/Lehrer
– Sarah Zürcher, Kunstwissenschaftlerin
– Eva Bachmann, Literaturwissenschaftlerin
– Kristina Lowis, Übersetzerin

zugrunde liegender Text
«Haftgenossen», John Berger, 2011

Ergebnisse der Arbeit
– Projektpräsentation, Vexer Verlag, Winter 2018
– Lesung mit Jeanne Devos, Bibliothek in der Hauptpost, Frühjahr 2019
– Ausstellung: «Geografie der Freiheit», Bibliothek in der Hauptpost, Frühjahr 2019
– Buchvernissage mit Musik und Lesungen, Bibliothek in der Hauptpost, Herbst 2019
– Publikation: «Geografie der Freiheit – John-Berger-Projekt», Vexer Verlag, 2019

Form(en) der öffentlichen Präsentation
– siehe vorherigen Punkt

(Kurz)Beschrieb
Der Verleger und Künstler Josef Felix Müller ist durch einen Hinweis der Kunstwissenschaftlerin Sara Zürcher auf den Text «Meanwhile» des britischen Schriftstellers, Malers und Kunstkritikers John Berger gestossen. Kurzerhand lässt er die englische Fassung von Christina Lowis ins Deutsche übersetzen und sein Projekt beginnt zu wuchern.

Der Text «Haftgenossen» verhandelt politische und gesellschaftliche Strukturen, die den Menschen kollektiv in Haft nehmen. Berger collagiert in einem Rundgang durch die Geschichte dieses Gefängnis – nicht als Metapher, sondern als realer Zustand unserer Lebensumstände.

Von Bergers Worten befeuert recherchiert Josef Felix Müller und diskutiert mit Expert*innen. Im Gespräch mit dem Theologen Rolf Bossart entwickelt er beispielsweise die namensgebende Klammer für das Projekt: «Geografie der Freiheit». Autor*innen und Künstler*innen erkunden für eine Publikation die Bedingungen und Spielräume von Freiheit: John Berger, Rolf Bossart, Karin Karinna Bühler, Bettina Dyttrich, Annina Frehner, Micha Friemel, Hans Jörg Geiger, Claudia Kübler, Alfred Matzig-Ruiz, Ben Moore, Josef Felix Müller, Vera Ida Müller, Andres Müry, Lika Nüssli, Anna Papst, Vanessa Rüegger, Ute Schendel, Katja Schenker, Mathias W. Schmid, Isuf Sherifi, Bae Suah, Andrea Vogel, Laura Vogt, Peter Wirz, Sarah Zürcher.

Projekttitel

There’s something wrong with my hands. Oh yes, they’re not holding you.

Projektgruppe/Netzwerk

– Annett Höland: Kuratorin u. Grafikdesignerin (Projektverantwortliche)
– Delphine Chapuis Schmitz (Künstlerin)
– Hannes Oswald (Architekt)
– Hanna Bergman (Designerin)
– Silvio Lorusso (Künstler)
– Anita Jóri (Linguistin)

zugrunde liegender Text
«Das Unding I» und «Das Unding II» aus: Flusser, Vilém. Dinge und Undinge. Phänomenologische Skizzen. München 1993.

Ergebnisse der Arbeit
Online-Fanzine (bitte klicken)

Form(en) der öffentlichen Präsentation
– digitales Fanzine
– Ausstellung vom 1. bis 31. Juli 2022 im Literaturhaus Liechtenstein, mit ereignisreichem Eröffnungswochenende am 1./2./3.7.22.

(Kurz)Beschrieb
Die Liechtensteiner Gestalterin und Kuratorin Annett Höland geht zusammen mit Partnerinnen und Partnern aus den Bereichen Kunst, Architektur, Forschung und Design der Frage nach, welche Möglichkeiten und Einschränkungen die technologischen Mittel der undinglichen Welt in Zusammenhang mit der Produktion und Vermittlung von Inhalten, insbesondere mittels Text, bieten. Ausgehend von zwei Texten des Kulturtheoretikers Vilém Flusser («Unding I» und «Unding II») gehen sie den Fragen nach:Wie können durch digitale und analoge Mittel Zugänge zu vielschichtigen Inhalten ermöglicht und Räume der Begegnung und Zusammenarbeit geschaffen werden? Welche Rolle kommt dabei der Idee des Buches, an der Schnittstelle zwischen digitaler und analoger Welt, zu? Und wo stehen wir heute, mehr als 25 Jahre nach Veröffentlichung von Flussers Texten und wie können wir seine Skizzen weiterdenken? Sind wir heute wirklich so «handlos» wie es Flussers Worte in den beiden Texten glauben lassen?

Projekttitel
Meine Sprache und Ich –
Eine Annäherung in Virtual Reality, nach einem Text von Ilse Aichinger

Projektgruppe/Netzwerk

– Sarah Elena Müller: Autorin, Musikerin (Konzeption und Leitung: )
– Lilith Becker (Performerin)
– Corsin Gaudenz (Regisseur)
– Markus Mezenen (Audiodesigner)
– Benjamin Rudolf (Virtual-Reality-Entwickler)
– Wunna Winter (3D-Designerin)
– Daniela Ruocco (Stimme)

zugrunde liegender Text
«Meine Sprache und Ich» von Ilse Aichinger.

Ergebnisse der Arbeit
Virtual-Reality-Erlebnis, Diskussionsformate, Publikation der Protokolle (hier gehts zum Trailer).

Form(en) der öffentlichen Präsentation
Begehbare digitale Installation, Diskussionsformate :
279. – 3.10.21: Probe-Residenz abschliessend mit Sharing/Testing, Dampfzentrale Bern
5.11. -7.11.21: Lesungen und Installation an der Buch Basel
8.11.21: Literaturhaus Zürich
Woche 2, 3 November 2021: Exponat in der Ilse Aichinger Ausstellung, Literarisches Kolloquium Berlin
November 2022: Festival der virtuellen Lyrik, Literaturhaus Vorarlberg

(Kurz)Beschrieb

Zum 100-Jährigen Geburtstag der Autorin Ilse Aichinger 2021 entwirft Sarah Elena Müller in Kooperation mit dem Virtual Reality Entwickler Benjamin Rudolf und Expert*innen aus den Bereichen Lyrik, bildende Kunst und Sprachphilosophie ein Virtual Reality Erlebnis, das auf den kritischen Schriften der Nachkriegsautorin basiert. Über die Transition von analo- ger zu virtueller Realität wird Protokoll geführt, diskutiert, Momente des Funktionierens und Nicht-Funktionierens von Immersion in Text und VR verhandelt und getestet. Der Kontrast zwischen der widerständigen Textwelt Aichingers und einem Medium, das von einer fast übersteigerten Hyperzugänglichkeit seiner Inhalte träumt, bietet die Grundlage für eine experimentelle Auseinandersetzung mit Aichingers Sprachkritik.

Das Projekt entwickelt sich seit 2019 fortlaufend weiter – zu einer Textsammlung aus Rechercheprotokollen und Annäherungen an den Basistext „Meine Sprache und Ich“ kommt 2020 der ihm virtuell nachempfundene Raum. Später auch Auftragstexte von Lyriker*innen, die diesen Raum schon betreten haben und auf ihre Weise davon berichten. Dazu kommen die Notizen einer Spracherkennungs Software, welche alle Äusserungen im virtuellen Raum belauscht und selbstverständlich auch der Originaltext von Ilse Aichinger, von dem diese Erforschungen ausgehen. Diese analoge Textsammlung wird die Installation ab 2021 als Publikation, eine Art Handbuch begleiten und kann von den Besucher*innen mitgenommen werden.

Ilse Aichingers Textwelt ist eine, die dem direkten körperlichen Zugriff schweigend entgegenhält und jeglichem Konformismus und Komfort in der Sprache misstraut. Begriffe, Figuren und Narrative stehen egalitär zueinander, Zusammenhang und Definition, Immersion und Emotion treten nicht als mitreissende Kräfte auf, aber auch nie als Zwang – vielmehr ist das Lesen ein Suchen nach der eigentlichen Form des Suchens.

 

Projekttitel

There’s something wrong with my hands. Oh yes, they’re not holding you.

Projektgruppe/Netzwerk

– Annett Höland: Kuratorin u. Grafikdesignerin (Projektverantwortliche)
– Delphine Chapuis Schmitz (Künstlerin)
– Hannes Oswald (Architekt)
– Hanna Bergman (Designerin)
– Silvio Lorusso (Künstler)
– Anita Jóri (Linguistin)

zugrunde liegender Text
«Das Unding I» und «Das Unding II» aus: Flusser, Vilém. Dinge und Undinge. Phänomenologische Skizzen. München 1993.

Ergebnisse der Arbeit
Online-Fanzine (bitte klicken)

Form(en) der öffentlichen Präsentation
– digitales Fanzine
– Ausstellung vom 1. bis 31. Juli 2022 im Literaturhaus Liechtenstein, mit ereignisreichem Eröffnungswochenende am 1./2./3.7.22.

(Kurz)Beschrieb
Die Liechtensteiner Gestalterin und Kuratorin Annett Höland geht zusammen mit Partnerinnen und Partnern aus den Bereichen Kunst, Architektur, Forschung und Design der Frage nach, welche Möglichkeiten und Einschränkungen die technologischen Mittel der undinglichen Welt in Zusammenhang mit der Produktion und Vermittlung von Inhalten, insbesondere mittels Text, bieten. Ausgehend von zwei Texten des Kulturtheoretikers Vilém Flusser («Unding I» und «Unding II») gehen sie den Fragen nach:Wie können durch digitale und analoge Mittel Zugänge zu vielschichtigen Inhalten ermöglicht und Räume der Begegnung und Zusammenarbeit geschaffen werden? Welche Rolle kommt dabei der Idee des Buches, an der Schnittstelle zwischen digitaler und analoger Welt, zu? Und wo stehen wir heute, mehr als 25 Jahre nach Veröffentlichung von Flussers Texten und wie können wir seine Skizzen weiterdenken? Sind wir heute wirklich so «handlos» wie es Flussers Worte in den beiden Texten glauben lassen?

Projekttitel
Meine Sprache und Ich –
Eine Annäherung in Virtual Reality, nach einem Text von Ilse Aichinger

Projektgruppe/Netzwerk

– Sarah Elena Müller: Autorin, Musikerin (Konzeption und Leitung: )
– Lilith Becker (Performerin)
– Corsin Gaudenz (Regisseur)
– Markus Mezenen (Audiodesigner)
– Benjamin Rudolf (Virtual-Reality-Entwickler)
– Wunna Winter (3D-Designerin)
– Daniela Ruocco (Stimme)

zugrunde liegender Text
«Meine Sprache und Ich» von Ilse Aichinger.

Ergebnisse der Arbeit
Virtual-Reality-Erlebnis, Diskussionsformate, Publikation der Protokolle (hier gehts zum Trailer).

Form(en) der öffentlichen Präsentation
Begehbare digitale Installation, Diskussionsformate :
279. – 3.10.21: Probe-Residenz abschliessend mit Sharing/Testing, Dampfzentrale Bern
5.11. -7.11.21: Lesungen und Installation an der Buch Basel
8.11.21: Literaturhaus Zürich
Woche 2, 3 November 2021: Exponat in der Ilse Aichinger Ausstellung, Literarisches Kolloquium Berlin
November 2022: Festival der virtuellen Lyrik, Literaturhaus Vorarlberg

(Kurz)Beschrieb

Zum 100-Jährigen Geburtstag der Autorin Ilse Aichinger 2021 entwirft Sarah Elena Müller in Kooperation mit dem Virtual Reality Entwickler Benjamin Rudolf und Expert*innen aus den Bereichen Lyrik, bildende Kunst und Sprachphilosophie ein Virtual Reality Erlebnis, das auf den kritischen Schriften der Nachkriegsautorin basiert. Über die Transition von analo- ger zu virtueller Realität wird Protokoll geführt, diskutiert, Momente des Funktionierens und Nicht-Funktionierens von Immersion in Text und VR verhandelt und getestet. Der Kontrast zwischen der widerständigen Textwelt Aichingers und einem Medium, das von einer fast übersteigerten Hyperzugänglichkeit seiner Inhalte träumt, bietet die Grundlage für eine experimentelle Auseinandersetzung mit Aichingers Sprachkritik.

Das Projekt entwickelt sich seit 2019 fortlaufend weiter – zu einer Textsammlung aus Rechercheprotokollen und Annäherungen an den Basistext „Meine Sprache und Ich“ kommt 2020 der ihm virtuell nachempfundene Raum. Später auch Auftragstexte von Lyriker*innen, die diesen Raum schon betreten haben und auf ihre Weise davon berichten. Dazu kommen die Notizen einer Spracherkennungs Software, welche alle Äusserungen im virtuellen Raum belauscht und selbstverständlich auch der Originaltext von Ilse Aichinger, von dem diese Erforschungen ausgehen. Diese analoge Textsammlung wird die Installation ab 2021 als Publikation, eine Art Handbuch begleiten und kann von den Besucher*innen mitgenommen werden.

Ilse Aichingers Textwelt ist eine, die dem direkten körperlichen Zugriff schweigend entgegenhält und jeglichem Konformismus und Komfort in der Sprache misstraut. Begriffe, Figuren und Narrative stehen egalitär zueinander, Zusammenhang und Definition, Immersion und Emotion treten nicht als mitreissende Kräfte auf, aber auch nie als Zwang – vielmehr ist das Lesen ein Suchen nach der eigentlichen Form des Suchens.

 

Projekttitel
Fremd Zuhause – Versuche zur Desintegration

Projektgruppe/Netzwerk
– Christina Caprez (Projektverantwortliche, Text und Dramaturgie)
– Karin Bucher (Szenografie, Raum, Handlungsanweisungen)
– Martin Bezzola (Ton und Musik)
– Jane Schindler (Grafik- und Webdesign)

Zugrundeliegender Text
«Zuhause in der Fremde – Versuche zur Integration» von Meldinda Nadj Abonji (2011), veröffentlicht im Magazin «Sprache im technischen Zeitalter», Band 198.

Ergebnisse der Arbeit
Interaktiver Audiowalk für eine Person; ergänzt durch lokalspezifische Print-Editionen:
>>>zum Audiowalk.

Form(en) der öffentlichen Präsentation
Kooperationen mit verschiedenen Buchhandlungen und Literaturfestivals in der Ostschweiz.

(Kurz)Beschrieb
Die Soziologin, Historikerin und Redaktorin Christina Caprez entwickelt gemeinsam mit der Szenografin Karin Bucher, dem Klangdesigner Martin Bezzola und der Multimediadesignerin Jane Schindler einen Audiospaziergang auf der Grundlage literarischer Texte zum Thema «Fremdsein». Geplant ist ein individuell erlebbarer Parcours, entlang dem das gewohnte Umfeld mit den Mitteln der Literatur in anderem Licht zu erscheinen vermag: Verschiedene hörspielartige Soundcollagen aus literarischen Texten, Geräuschen und Musik stellen Bezüge zum realen Raum her und laden die Nutzer/innen dazu ein, ihre eigene Wahrnehmung zu hinterfragen und so die Grenzen von Fremdem und Vertrautem zu verschieben.

Bildschirmfoto 2023-08-10 um 13.42.33

Projekttitel
Bailando Bailando. Ein Totentanz

Projektgruppe/Netzwerk
– Maya Olah (Projektverantwortliche/Text/Dramaturgie)
–Rafal Pierzynski (Choreograph*in und Performer*in)
– Simon Grab (Musik)
– Sina Gerschwiler (Grafik)

Zugrundeliegender Text
Wiler Totentanz aus dem Jahr um 1523

Ergebnisse der Arbeit
– Publikation mit Illustrationen und literarischen Texten
– Sound und Tanz-Performance

Form(en) der öffentlichen Präsentation
Buchvernissagen und Aufführungen der Performance

(Kurz)Beschrieb
Der Knochenmensch ist in den mittelalterlichen Totentänzen zentral, er holt die Lebenden ins Totenreich. In unserem zeitgenössischen Totentanz verwandelt sich die Figur, kann vielerlei Gestalten annehmen und trägt verschiedene Gesichter. Sie wird hier nicht nur als Repräsentant des Todes gesehen, sondern steht auch für die Probleme unserer Zeit. Klimakatastrophen, verschwindendes Gletschereis und immerwährende Brände, die um sich greifenden Krankheiten, Kriege, wiedereingeführte Abtreibungsgesetze und Heraufbeschwörungen des Weltuntergangs. Angesichts der fast schon biblisch anmutenden Krisen braucht es ein Memento mori. Eines das zeigt, dass ohne Bewusstwerdung der Endlichkeit kein zukünftiges Leben möglich ist. Unser Totentanz ist multiperspektivisch und interdisziplinär: Eine Tanz-Performance mit live gespielten, pulsierenden Sounds aus analogen Feedbacks und einem Buch, das literarische Stimmen versammelt.

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Projekttitel
Fremd Zuhause – Versuche zur Desintegration

Projektgruppe/Netzwerk
– Christina Caprez (Projektverantwortliche, Text und Dramaturgie)
– Karin Bucher (Szenografie, Raum, Handlungsanweisungen)
– Martin Bezzola (Ton und Musik)
– Jane Schindler (Grafik- und Webdesign)

Zugrundeliegender Text
«Zuhause in der Fremde – Versuche zur Integration» von Meldinda Nadj Abonji (2011), veröffentlicht im Magazin «Sprache im technischen Zeitalter», Band 198.

Ergebnisse der Arbeit
Interaktiver Audiowalk für eine Person; ergänzt durch lokalspezifische Print-Editionen:
>>>zum Audiowalk.

Form(en) der öffentlichen Präsentation
Kooperationen mit verschiedenen Buchhandlungen und Literaturfestivals in der Ostschweiz.

(Kurz)Beschrieb
Die Soziologin, Historikerin und Redaktorin Christina Caprez entwickelt gemeinsam mit der Szenografin Karin Bucher, dem Klangdesigner Martin Bezzola und der Multimediadesignerin Jane Schindler einen Audiospaziergang auf der Grundlage literarischer Texte zum Thema «Fremdsein». Geplant ist ein individuell erlebbarer Parcours, entlang dem das gewohnte Umfeld mit den Mitteln der Literatur in anderem Licht zu erscheinen vermag: Verschiedene hörspielartige Soundcollagen aus literarischen Texten, Geräuschen und Musik stellen Bezüge zum realen Raum her und laden die Nutzer/innen dazu ein, ihre eigene Wahrnehmung zu hinterfragen und so die Grenzen von Fremdem und Vertrautem zu verschieben.

Bildschirmfoto 2023-08-10 um 13.42.33

Projekttitel
Bailando Bailando. Ein Totentanz

Projektgruppe/Netzwerk
– Maya Olah (Projektverantwortliche/Text/Dramaturgie)
–Rafal Pierzynski (Choreograph*in und Performer*in)
– Simon Grab (Musik)
– Sina Gerschwiler (Grafik)

Zugrundeliegender Text
Wiler Totentanz aus dem Jahr um 1523

Ergebnisse der Arbeit
– Publikation mit Illustrationen und literarischen Texten
– Sound und Tanz-Performance

Form(en) der öffentlichen Präsentation
Buchvernissagen und Aufführungen der Performance

(Kurz)Beschrieb
Der Knochenmensch ist in den mittelalterlichen Totentänzen zentral, er holt die Lebenden ins Totenreich. In unserem zeitgenössischen Totentanz verwandelt sich die Figur, kann vielerlei Gestalten annehmen und trägt verschiedene Gesichter. Sie wird hier nicht nur als Repräsentant des Todes gesehen, sondern steht auch für die Probleme unserer Zeit. Klimakatastrophen, verschwindendes Gletschereis und immerwährende Brände, die um sich greifenden Krankheiten, Kriege, wiedereingeführte Abtreibungsgesetze und Heraufbeschwörungen des Weltuntergangs. Angesichts der fast schon biblisch anmutenden Krisen braucht es ein Memento mori. Eines das zeigt, dass ohne Bewusstwerdung der Endlichkeit kein zukünftiges Leben möglich ist. Unser Totentanz ist multiperspektivisch und interdisziplinär: Eine Tanz-Performance mit live gespielten, pulsierenden Sounds aus analogen Feedbacks und einem Buch, das literarische Stimmen versammelt.

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Projekttitel
Fallstudie – Eine Debatte

Projektgruppe/Netzwerk
— Heinrich Lüber (Performance–Kunst, Projektleitung)
— Renata Burckhardt (Text, Dramaturgie)
— Brigit Rufer(Vermittlung, Film-/Prozessdokumentation)
— Fjolla Rizvanolli (Szenografie, Bühne)
— Daniel Hobi (Sounddesign, Klang)

Zugrundliegender Text
«Die Steinflut» von Franz Hohler (1998)
«Kilchenstock. Bergsturz in den Köpfen» von Emil Zopfi (1996)

Ergebnisse der Arbeit
— Performative Ausstellungsinszenierung
— Publikation

Formen der öffentlichen Präsentation
— Koorperation mit Kunst- und Kulturinstitutionen aus Glarus

(Kurz)Beschrieb
«Fallstudie – eine Debatte» widmet sich zwei Werken und zwei historischen Ereignissen im Kanton Glarus: «Die Steinflut» von Franz Hohler, eine Erzählung über den Bergsturz in Elm, sowie «Kilchenstock. Bergsturz in den Köpfen» von Emil Zopfi über die Evakuierung von Linthal wegen eines drohenden Bergsturzes. Kern der Inszenierung ist das Bild des Wartens, des Zögerns, des Ausharrens. Etwas gerät aus dem Lot. Oder doch nicht? Die Werke dienen als «Werkzeug» einer umfangreichen Serie von Gesprächen mit Glarner:innen über den Einfluss des Klimawandels auf ihr Lebensgefühl. Die historische Distanz zu den thematisierten Ereignissen, aber auch zum damaligen Umgang damit, bietet die Möglichkeit, an einem differenzierten Bild der damaligen und gegenwärtigen Konjunkturen von Sichtweisen, politischen Meinungen, rhetorischen Mustern und kommunikativen Spannungen zu arbeiten. Ausgehend von diesem gemeinsamen Fundus wird schliesslich ein Skript entwickelt und mit den Mitwirkenden in einer künstlerischen Ausstellungsinszenierung aufgeführt. Dabei werden angesichts der Dinglichkeit die Verhältnisse zwischen Sprechen, Sprachen und Sprechenden in ihrer ganzen Komplexität erfahrbar: Wiederholungen, Schlaufen, Gegenüberstellung, Überschneidungen, Drehungen, Variationen – und immer wieder auch ein schweigendes Abwarten.

Projekttitel
Feuerzeug

Projektgruppe/Netzwerk
— Johanna Gschwend (Projekt-Initiatorin, Szenografie, Konzeptarbeit)
— Adam Vogt (Illustration, sequenzielle Narration)
— Simone Olivadoti (Narration, philosophisches und literarisches Schreiben)
— Tabea Steiner (Narration, und literarisches Schreiben)
— Julia Trachsel (Illustration, sequenzielle Narration)
— Dennis Zoller (Grafik)

Zugrundeliegender Text
Gaston Bachelard, 1985, Deutsche Ausgabe, übersetzt von Simon Werle, Hanser Verlag, München, Erstveröffentlichung 1938, Paris, La Psychanalyse du feu

Ergebnisse der Arbeit
— Print-Publikation
— Ausstellungen

Form(en) der öffentlichen Präsentation
— Lesungen und Gespräche an unterschiedlichen Standorten in der Ostschweiz und Liechtenstein
— Ausstellung im Museum Prestegg, Zeughaus Teufen und Kunstraum Kreuzlingen

(Kurz)Beschrieb

Das Feuer ist ein zweideutiges Element: Sicherheit und Bedrohung, Faszination und Respekt, Licht und Dunkelheit, Kontrolle und Eskalation – das Gute und das Böse liegen nahe beieinander. Das Feuer in Schach zu halten, zu bändigen und damit Wärme, Energie und Kraft zu ermöglichen, ist das Ziel des Netzwerkes – versinnbildlicht im Alltagsgegenstand des «Feuerzeugs». Das Netzwerk arbeitet auf ein gemeinschaftliches Werk hin, das sich sowohl in gedruckter Form als auch im Kontext einer Ausstellung präsentieren soll. Der künstlerische Prozess an sich, als eine Art Feuer, ist dabei ein wichtiger Aspekt und wird fotografisch und zeichnerisch dokumentiert. Die Präsentationsform als Ausstellung und als Lesung an unterschiedlichen Orten, soll wiederum Menschen „um das Feuer“ versammeln und miteinander in Austausch bringen.

Projekttitel
POCHAGE – Das Fan Fiction Magazin

Projektgruppe/Netzwerk
— Lucien Haug
— Marion Regenscheit

Zugrundeliegender Text
Jeder Ausgabe von POCHAGE liegen andere Originalwerke zugrunde. Fan-Fiction ist ein Überbegriff für literarische Texte, die auf anderen Texten basieren, wobei die Protagonist:innen, die Handlung oder im weiteren Sinne die darin erzählte Welt in neue und alternative Handlungen und Textformen umgesetzt werden.

Ergebnisse der Arbeit
Ein Literaturmagazin, das zweimal jährlich erscheint. Es hat die Verbreitung und Förderung des Genres Fan Fiction, die Hinterfragung des genialischen und solistischen Autorendaseins und die konstruktive Beziehungsarbeit zwischen Texten zum Ziel.

Beschreibung
POCHAGE ist ein gedrucktes Literaturmagazin, das die Fan-Fiction ins Zentrum stellt. Der Autor Lucien Haug und die Literaturvermittlerin Marion Regenscheit wollen diese aus ihrem Nischendasein herausholen und dafür sorgen, dass Fan Fiction nicht mehr nur anonym in Internetforen publiziert wird, sondern in einem handfesten Literaturmagazin verbreitet wird – von Gegenwartsautor*innen verfasst. Fan Fiction macht es möglich, für etwas Bestehendes, Vergangenes zu fanen und es zur gleichen Zeit umzuschreiben, abzuändern, sich literarisch dazu zu verhalten. Diese Geste, genauso vom Lesen wie vom Schreiben genährt, soll in POCHAGE angemessenen Raum finden und eine Art des Textnetzwerks schaffen, das es noch nicht gibt. Fan-Fiction stellt Traditionen in Frage, erprobt neue literarische Räume und setzt vertrauten Texten Geschwister an die Seite. So stellt sie die wichtigen Fragen der Gegenwart: Wessen Geschichten werden eigentlich von wem erzählt? Wie können Kunstschaffende sich miteinander verbinden, ohne sich gegenseitig auszusaugen? Und: Wie wollen wir als Gesellschaft mit den älteren Texten umgehen?

 

Projekttitel
3 Texte vom Berühren oder: Wie Worte in die Hände fliessen (Arbeitstitel)

Projektgruppe
— Sarah Burger
— Simone Aughterlony
— Dafi Kühne
— Johanna Kotlaris

Zugrundeliegende Texte
— Carson, Anne: Maintenance. In: Float. London, 2016.
— Manning, Erin: Politics of Touch. Sense, Movement, Sovereignty, Minneapolis, 2007.
— McGinn, Colin: Prehension. The Hand and the Emergence of Humanity, Massachusetts, 2017.

Ergebnisse der Arbeit
— Installativer Raum mit Objekten, Bildern, Texten und Performances
 
Form(en) der öffentlichen Präsentation
— Veranstaltungen an unterschiedlichen Orten für Kunst

(Kurz)Beschrieb
Berühren ist Präsenz, gemeinsames Dasein, Raum teilen, Körper sprechen und schweigen. In absehbarer Zeit verschieben sich viele Lebensbereiche in den Raum des Digitalen, in den immateriellen Raum ohne Distanzen und ohne Nähe. Handlungsabläufe zahlreicher Berufe werden ersetzt durch algorithmisierte Automatismen. Und im postpandemischen Zustand des schon wieder vergessenen Schreckens ist noch Scheu in den Gliedern, als wären wir zu Analphabet*innen der Berührungen geworden. Ein Abstand hat sich aufgetan, der vielleicht noch lange bleibt. Hypothesen.
Die drei ausgewählten Texte «Prehension» von Colin McGinn, «Politics of Touch» von Erin Manning und «Maintenance» von Anne Carson bilden die Ausgangslage für unsere kollektive und individuelle Arbeit am Projekt. Sie erzählen sehr unterschiedlich von Händen und vom Berühren. «Prehension» ist eine philosophische Fiktion, die eine anthropologisch-spekulative Dimension des Nachdenkens über Hände, ihre Entwicklung und ihre Verbindung zu Sprache eröffnet. «Politics of Touch» erzählt von einem utopischen Verständnis des Politischen, das in jeder Handlung, in jeder Berührung seine Bedeutung entwickelt, wobei der Begriff der Utopie unbedingt wieder in den Bereich des Möglichen geholt werden muss. «Maintenance» schliesslich ist ein zeitgenössisches Gedicht, das durch 26 Handlungsanleitungen einen Raum des Zusammenlebens mit Dingen durch Handlungen eröffnet.
Die drei Texte spannen ein Dreieck zwischen historischer Herleitung der Bedeutung der Hände für alles, was Kultur heisst, einer zukunftsgewandten Aufforderung, das Politische als sich und uns stetig Veränderndes, Berührendes zu verstehen, und einem Gedicht, dass die Bedeutung des Handelns und Berührens im Gegenwärtigen, Alltäglichen, Stofflichen konspirativ verankert. Diese drei Texte Bilden die Ausgangslage für unsere Zusammenarbeit, in der wir unsere Praxen einander berühren lassen.
Die Auseinandersetzung mit den ausgewählten drei Texten wird eine räumliche Gestalt annehmen, in dem wir unsere künstlerischen Fähigkeiten und Arbeitsweisen verbinden.

Projekttitel
Fallstudie – Eine Debatte

Projektgruppe/Netzwerk
— Heinrich Lüber (Performance–Kunst, Projektleitung)
— Renata Burckhardt (Text, Dramaturgie)
— Brigit Rufer(Vermittlung, Film-/Prozessdokumentation)
— Fjolla Rizvanolli (Szenografie, Bühne)
— Daniel Hobi (Sounddesign, Klang)

Zugrundliegender Text
«Die Steinflut» von Franz Hohler (1998)
«Kilchenstock. Bergsturz in den Köpfen» von Emil Zopfi (1996)

Ergebnisse der Arbeit
— Performative Ausstellungsinszenierung
— Publikation

Formen der öffentlichen Präsentation
— Koorperation mit Kunst- und Kulturinstitutionen aus Glarus

(Kurz)Beschrieb
«Fallstudie – eine Debatte» widmet sich zwei Werken und zwei historischen Ereignissen im Kanton Glarus: «Die Steinflut» von Franz Hohler, eine Erzählung über den Bergsturz in Elm, sowie «Kilchenstock. Bergsturz in den Köpfen» von Emil Zopfi über die Evakuierung von Linthal wegen eines drohenden Bergsturzes. Kern der Inszenierung ist das Bild des Wartens, des Zögerns, des Ausharrens. Etwas gerät aus dem Lot. Oder doch nicht? Die Werke dienen als «Werkzeug» einer umfangreichen Serie von Gesprächen mit Glarner:innen über den Einfluss des Klimawandels auf ihr Lebensgefühl. Die historische Distanz zu den thematisierten Ereignissen, aber auch zum damaligen Umgang damit, bietet die Möglichkeit, an einem differenzierten Bild der damaligen und gegenwärtigen Konjunkturen von Sichtweisen, politischen Meinungen, rhetorischen Mustern und kommunikativen Spannungen zu arbeiten. Ausgehend von diesem gemeinsamen Fundus wird schliesslich ein Skript entwickelt und mit den Mitwirkenden in einer künstlerischen Ausstellungsinszenierung aufgeführt. Dabei werden angesichts der Dinglichkeit die Verhältnisse zwischen Sprechen, Sprachen und Sprechenden in ihrer ganzen Komplexität erfahrbar: Wiederholungen, Schlaufen, Gegenüberstellung, Überschneidungen, Drehungen, Variationen – und immer wieder auch ein schweigendes Abwarten.

Projekttitel
Feuerzeug

Projektgruppe/Netzwerk
— Johanna Gschwend (Projekt-Initiatorin, Szenografie, Konzeptarbeit)
— Adam Vogt (Illustration, sequenzielle Narration)
— Simone Olivadoti (Narration, philosophisches und literarisches Schreiben)
— Tabea Steiner (Narration, und literarisches Schreiben)
— Julia Trachsel (Illustration, sequenzielle Narration)
— Dennis Zoller (Grafik)

Zugrundeliegender Text
Gaston Bachelard, 1985, Deutsche Ausgabe, übersetzt von Simon Werle, Hanser Verlag, München, Erstveröffentlichung 1938, Paris, La Psychanalyse du feu

Ergebnisse der Arbeit
— Print-Publikation
— Ausstellungen

Form(en) der öffentlichen Präsentation
— Lesungen und Gespräche an unterschiedlichen Standorten in der Ostschweiz und Liechtenstein
— Ausstellung im Museum Prestegg, Zeughaus Teufen und Kunstraum Kreuzlingen

(Kurz)Beschrieb

Das Feuer ist ein zweideutiges Element: Sicherheit und Bedrohung, Faszination und Respekt, Licht und Dunkelheit, Kontrolle und Eskalation – das Gute und das Böse liegen nahe beieinander. Das Feuer in Schach zu halten, zu bändigen und damit Wärme, Energie und Kraft zu ermöglichen, ist das Ziel des Netzwerkes – versinnbildlicht im Alltagsgegenstand des «Feuerzeugs». Das Netzwerk arbeitet auf ein gemeinschaftliches Werk hin, das sich sowohl in gedruckter Form als auch im Kontext einer Ausstellung präsentieren soll. Der künstlerische Prozess an sich, als eine Art Feuer, ist dabei ein wichtiger Aspekt und wird fotografisch und zeichnerisch dokumentiert. Die Präsentationsform als Ausstellung und als Lesung an unterschiedlichen Orten, soll wiederum Menschen „um das Feuer“ versammeln und miteinander in Austausch bringen.

Projekttitel
POCHAGE – Das Fan Fiction Magazin

Projektgruppe/Netzwerk
— Lucien Haug
— Marion Regenscheit

Zugrundeliegender Text
Jeder Ausgabe von POCHAGE liegen andere Originalwerke zugrunde. Fan-Fiction ist ein Überbegriff für literarische Texte, die auf anderen Texten basieren, wobei die Protagonist:innen, die Handlung oder im weiteren Sinne die darin erzählte Welt in neue und alternative Handlungen und Textformen umgesetzt werden.

Ergebnisse der Arbeit
Ein Literaturmagazin, das zweimal jährlich erscheint. Es hat die Verbreitung und Förderung des Genres Fan Fiction, die Hinterfragung des genialischen und solistischen Autorendaseins und die konstruktive Beziehungsarbeit zwischen Texten zum Ziel.

Beschreibung
POCHAGE ist ein gedrucktes Literaturmagazin, das die Fan-Fiction ins Zentrum stellt. Der Autor Lucien Haug und die Literaturvermittlerin Marion Regenscheit wollen diese aus ihrem Nischendasein herausholen und dafür sorgen, dass Fan Fiction nicht mehr nur anonym in Internetforen publiziert wird, sondern in einem handfesten Literaturmagazin verbreitet wird – von Gegenwartsautor*innen verfasst. Fan Fiction macht es möglich, für etwas Bestehendes, Vergangenes zu fanen und es zur gleichen Zeit umzuschreiben, abzuändern, sich literarisch dazu zu verhalten. Diese Geste, genauso vom Lesen wie vom Schreiben genährt, soll in POCHAGE angemessenen Raum finden und eine Art des Textnetzwerks schaffen, das es noch nicht gibt. Fan-Fiction stellt Traditionen in Frage, erprobt neue literarische Räume und setzt vertrauten Texten Geschwister an die Seite. So stellt sie die wichtigen Fragen der Gegenwart: Wessen Geschichten werden eigentlich von wem erzählt? Wie können Kunstschaffende sich miteinander verbinden, ohne sich gegenseitig auszusaugen? Und: Wie wollen wir als Gesellschaft mit den älteren Texten umgehen?

 

Projekttitel
3 Texte vom Berühren oder: Wie Worte in die Hände fliessen (Arbeitstitel)

Projektgruppe
— Sarah Burger
— Simone Aughterlony
— Dafi Kühne
— Johanna Kotlaris

Zugrundeliegende Texte
— Carson, Anne: Maintenance. In: Float. London, 2016.
— Manning, Erin: Politics of Touch. Sense, Movement, Sovereignty, Minneapolis, 2007.
— McGinn, Colin: Prehension. The Hand and the Emergence of Humanity, Massachusetts, 2017.

Ergebnisse der Arbeit
— Installativer Raum mit Objekten, Bildern, Texten und Performances
 
Form(en) der öffentlichen Präsentation
— Veranstaltungen an unterschiedlichen Orten für Kunst

(Kurz)Beschrieb
Berühren ist Präsenz, gemeinsames Dasein, Raum teilen, Körper sprechen und schweigen. In absehbarer Zeit verschieben sich viele Lebensbereiche in den Raum des Digitalen, in den immateriellen Raum ohne Distanzen und ohne Nähe. Handlungsabläufe zahlreicher Berufe werden ersetzt durch algorithmisierte Automatismen. Und im postpandemischen Zustand des schon wieder vergessenen Schreckens ist noch Scheu in den Gliedern, als wären wir zu Analphabet*innen der Berührungen geworden. Ein Abstand hat sich aufgetan, der vielleicht noch lange bleibt. Hypothesen.
Die drei ausgewählten Texte «Prehension» von Colin McGinn, «Politics of Touch» von Erin Manning und «Maintenance» von Anne Carson bilden die Ausgangslage für unsere kollektive und individuelle Arbeit am Projekt. Sie erzählen sehr unterschiedlich von Händen und vom Berühren. «Prehension» ist eine philosophische Fiktion, die eine anthropologisch-spekulative Dimension des Nachdenkens über Hände, ihre Entwicklung und ihre Verbindung zu Sprache eröffnet. «Politics of Touch» erzählt von einem utopischen Verständnis des Politischen, das in jeder Handlung, in jeder Berührung seine Bedeutung entwickelt, wobei der Begriff der Utopie unbedingt wieder in den Bereich des Möglichen geholt werden muss. «Maintenance» schliesslich ist ein zeitgenössisches Gedicht, das durch 26 Handlungsanleitungen einen Raum des Zusammenlebens mit Dingen durch Handlungen eröffnet.
Die drei Texte spannen ein Dreieck zwischen historischer Herleitung der Bedeutung der Hände für alles, was Kultur heisst, einer zukunftsgewandten Aufforderung, das Politische als sich und uns stetig Veränderndes, Berührendes zu verstehen, und einem Gedicht, dass die Bedeutung des Handelns und Berührens im Gegenwärtigen, Alltäglichen, Stofflichen konspirativ verankert. Diese drei Texte Bilden die Ausgangslage für unsere Zusammenarbeit, in der wir unsere Praxen einander berühren lassen.
Die Auseinandersetzung mit den ausgewählten drei Texten wird eine räumliche Gestalt annehmen, in dem wir unsere künstlerischen Fähigkeiten und Arbeitsweisen verbinden.